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Hartbergerland Weltradsportwoche, STMK

Mit einer Dauer von über einer Woche findet jährlich im August das größte Amateur-Straßenradevent Österreichs im Hartbergerland statt, und dieses Jahr erstmals mit Beteiligung von cycleneers. Dominic Gritsch und Matthias Weber gingen bei drei Rennen an den Start und kämpften sich bei Sonne und Sommergewittern über die Hügeln der Oststeiermark.

Zusammenfassend waren es drei äußerst Abwechslungsreiche Renntage. Die Streckenführungen und Wetterbedingungen beinhalteten alle Facetten des Radsports, und brachten somit sehr wertvolle Rennerfahrung mit sich.

#1 Freitag, Grafendorf | 79 km | 1.200 hm

Das erste Rennen mit Start und Ziel in Grafendorf führte auf hügeligen Landesstraßen und einer flotten, großteils bergab führenden Bundesstraße durch das Lafnitztal. Nach einem kurzen neutralisierten Abschnitt ging es auf der B54 bereits hügelig und in hohem Tempo los - hier wurden Geschwindigkeiten von ca. 80 km/h erreicht. In Lafnitz erfolgte dann der Einstieg in den Rundkurs, welcher von den Amateuren dreimal befahren werden musste, bevor es anschließend mit einer kleinen Bergankunft wieder zurück nach Grafendorf in den Zielbereich führte.

Dominic konnte den ersten Anstieg zwar noch zusammen mit dem Feld absolvieren, musste jedoch bei der ersten Attacke auf der Kuppe akzeptieren, dass er das restliche Rennen im Alleingang absolvieren werden müsse... In der zweiten Runde konnte er sich dann mit anderen Fahrern zusammentun, die allerdings kaum Führungsarbeit beitrugen und somit keine allzu große Hilfe darstellten. Schlussendlich konnte Dominic die gesamte Strecke bewältigen, und sehr zufrieden auf die Ergebnisse seiner Leistungsdaten blicken, sowie einige Rennkilometer mehr an Erfahrung.

Für Matthias verlief das Rennen deutlich besser. Er konnte sich bis zum letzten Anstieg im Feld behaupten und seine Leistung der Vorwoche beim Gmünder Radmarathon bestätigen.

#2 Samstag, St. Magdalena | 83,5 km | 1.100 hm

Am zweiten Tag wartete mit dem Rennen in St. Magdalena ein ca. 21 km langer Rundkurs, der viermal absolviert werden musste, und mit einem Anstieg von ca. 14% die Schlüsselstelle unmittelbar vor dem Ziel hatte. Ansonsten war es das übliche Auf und Ab, das die Fahrer bereits am Vortag auf den Landesstraßen im Lafnitztal kennenlernen konnten.

Für Dominic ergab sich bereits beim ersten Anstieg dieselbe Situation wie in Grafendorf - er konnte das Tempo des Feldes nicht mitgehen und war somit ab dann wieder auf sich gestellt. In der dritten Runde fand er einen weiteren Fahrer der vom Feld abriss, jedoch war es nicht zu verhindern, dass ihn die Spitzengruppe kurz vorm Abschluss seiner dritten Runde einholte und für ihn somit das Rennen vorzeitig zu Ende war.

Matthias konnte wie bereits am Vortag sehr lange im Hauptfeld bleiben, und musste sich erst gegen Ende der letzten Runde eingestehen, dass ihm das hohe Tempo (ein Schnitt von über 38 km/h bis zu diesem Zeitpunkt) und vor allem die hohen Temperaturen im Gegensatz zu den letzten Wochen doch sehr zusetzten. Er verlor somit auf dem letzten Abschnitt einige Minuten, jedoch ist die gezeigte Leistung mehr als zufriedenstellend für die bisher in diesem Jahr zurückgelegten Radkilometer.

#3 Montag, Kaindorf | 76 km | 800 hm

Mit Kaindorf sollte das auf Papier schnellste und vor allem Dominic am ehesten liegende Rennen stattfinden, doch schon bei der Anfahrt zum Parkplatz war absehbar, dass es auch anders kommen kann als erwartet... Bereits im Radio war von Unwettern in der näheren Umgebung gewarnt worden, und pünktlich zum Start erreichten diese Kaindorf. Bereits nach wenigen Rennkilometern trat Starkregen ein, der sich wie Hagel anfühlte und kleine Rinnsale auf den Straßen entstehen ließ.

Dominic blieb vom Start weg im Hintergrund und fuhr bis Kilometer 14 mit dem Feld mit, wo sich der erste erwähnenswerte Anstieg auf den Weixelberg befand. Die restliche Distanz bis zur Zieldurchfahrt der ersten Runde erwies sich wetterbedingt als kleine Odyssee, so wurde der Regen stets stärker, Gewitter waren zu hören und einige Waldabschnitte waren nachtfinster. Im Ziel fiel dann für Dominic die Entscheidung auf die weiteren zwei Runden zu verzichten.

Matthias blieb bis zu einer - bei diesen Bedingungen durchaus als gefährlich zu bezeichnenden - Waldabfahrt im Feld und fuhr dann die zweite Runde mit einer kleineren Gruppe bei anhaltendem schlechten Wetter, wo er sich dann ebenso für einen Rennabbruch entschied.

Dominic Gritsch

 

Streckeninfos: STRAVA