Übersicht


Die Idee

Bei der heutigen Generalversammlung haben wir den Entschluss gefasst, am Glocknerman 2017 im Sprint Team-Bewerb an den Start zu gehen. Als erster Saisonhöhepunkt sind somit Mitte Juni 450 km und 7.500 hm von Graz zur Edelweißspitze am Großglockner im Team zu absolvieren. Dominic und Matthias werden dabei von Karina, Philipp und Robert betreut.

 

300er

Während die Profis gerade die üblichen Klassiker abspulen, versuchen wir uns an der Wiener Version - den "Der Radsporttreff - Frühjahrsklassikern". Neben beinahe schon historischen Segmenten, wie der Wiener Höhenstraße, gibt es auch die KM-Challenge um auf Punkte fürs Ranking zu kommen. Neben den Einzelwertungen möchten wir auch in der Teamwertung (die besten drei Ergebnisse zählen) mitmischen und für die erste Woche heißt es - je mehr Kilometer, desto mehr Punkte. Also auf geht's zum ersten 300er für Christoph, Dominic und Matthias.

 

Streckenprofil Wien - Langenlois - Horn - Horner Wald - Krems - Korneuburg - Wien
Streckenprofil Wien - Langenlois - Horn - Horner Wald - Krems - Korneuburg - Wien

Wir treffen uns um 07:00 Uhr in Hietzing um dann unsere übliche Strecke ins Waldviertel zu fahren - diesmal allerdings mit Umkehr und Rückfahrt nach Wien über den Donauradweg um schlussendlich auf über 300 km zu kommen. Die Route ist gut eingeprägt, ein grober Zeitplan wird noch kurz abgesprochen und dann geht es auch schon los auf dem Wientalradweg. Doch bereits nach wenigen Kilometern gibt es durch einen kleinen Unfall die erste Zwangspause... Einziger verletzter ist zum Glück nur ein Garmin.

 

Der beinahe windstille und klare Tag lässt auf jedenfall den kleinen Stopp schnell vergessen und ebenso schnell sind wir auch schon über der Donau wo wir nun weiter Richtung Norden durch das Kamptal nach Horn fahren wo es dann die erste planmäßige Pause gibt. Von dort an geht es dann hinauf zum Horner Wald - der größte Anstieg der uns heute bevorsteht. Oben angelangt fahren wir noch eine Schleife, ehe es wieder retour ins Kamptal Richtung Süden geht. Bis hierhin sind wir alle gleich fit und können in konstantem Tempo dahinrollen - wir sind bereits bei ca. der Hälfte der Strecke angelangt.

 

Nun folgt der befürchtete "zache" Anstieg über den Kremser Weinberg... Nun zeigen sich erste Erschöpfungen und somit leidet etwas die Dynamik in unserer kleinen Gruppe. Wir beschließen eine Pause einzulegen und stärken uns noch bevor wir auf den mental mühsamsten Abschnitt kommen. Nun heißt es mit dem Wald links von uns, Asphalt vor uns und der Donau rechts von uns gefühlte 100 km die gleiche Aussicht auf beinahe gerader Strecke zu absolvieren, und im Anschluss daran in der Dämmerung die komplette Wiener Donauinsel zu befahren. Bald ist es soweit dass schon jeder die bisherigen 200 km spürt, und die Umstellung vom Tag in die Nacht ist auch nicht gerade einfach nach so einer Strecke...

 

Mittlerweile ist es bereits nach 20:00 Uhr, und endlich - der 300er scheint auf den Garmins auf - Ziel erreicht!

 

 

Dominic

Erstes Nachttraining

Wo sich Fuchs und Hase 'Gute Nacht' sagen

Da es bis zum Glocknerman nur noch ca. 6 Wochen sind, wird es Zeit für die erste richtige Nachtfahrt. Dazu geht's erst mal ab ins Waldviertel wo auch schon das Pacecar für unser Vorhaben Glocknerman2017 vorbereitet wird, und wir mit deutlich weniger Nachtverkehr als im Raum Wien rechnen können. Doch bereits bei der Anfahrt mit dem Auto stellt sich ab Horn heraus, dass Autos das geringere Problem um diese Zeit sind - sondern Wildtiere einen umso größeren Risikofaktor darstellen...

 

Nach knapp zweistündiger Fahrt aus Wien und einigen Notbremsungen aufgrund von Rehen kommen wir gegen 22:00 Uhr in der Gemeinde Waldkirchen an. Die am Vortag organisierten Reflektorsticker kommen noch aufs Rad, die neue Fahrradbeleuchtung wird montiert und die Reflektorenweste angeozgen, damit wir ab 23:00 Uhr auf dem Rad sitzen können.

 

Direkt hinter uns fahren im Pacecar unsere Betreuer Karina und Robert, die zuvor noch das Auto mit entsprechenden Sicherheitseinrichtungen präparieren, damit wir nicht übersehen werden können. Durch den Lichtkegel des Autos ist es deutlich besser zu fahren als erwartet, lediglich die Ungewissheit wegen den unzähligen Rehen und Hasen die wir alle paar Kilometer vor uns auf der Straße antreffen dämpfen etwas das Tempo und erfordern hohe Konzentration, was leider auch die Augen recht schnell müde macht. Nach einer kleinen notwendigen Umfahrung auf Querfeldein-Terrain kommen wir zum ersten Highlight der Strecke - einer ca. 2 km langen Abfahrt mit einigen Kurven, die uns die Grenzen der Beleuchtung aufzeigen. Als nächstes geht es hinauf in die Altstadt von Drosendorf, wo uns bei nächtlicher Beleuchtung einige Pflasterabschnitte erwarten.

 

Nach etwa eineinhalb Stunden Fahrt gibt es dann wegen eines notwendigen Akkutauschs bei Matthias Beleuchtung zeigt sich, dass so ein Stopp leider nicht nur unerwartet früh kommt, sondern auch länger dauert als erwartet da es für die Betreuer im Finstern auch nicht allzu einfach ist. Somit kommt ein neuer Punkt auf unsere mittlerweile doch recht lange Checkliste - Stirnlampen.

 

Schlussendlich sind wir ca. 2,5 h für die 65 km Nachtour unterwegs und einiges an wertvoller Erfahrung für den Glocknerman2017 reicher. In den nächsten Wochen wird die Checkliste abgearbeitet und sportlich der Schwerpunkt auf Bergtrainings gesetzt.

 

 

Dominic


Streckenbesichtigung

Da es nun weniger als zwei Wochen bis zum Glocknerman sind, wurde es Zeit zumindest Teile der bevorstehenden Strecke zu besichtigen, und dabei auch gleich einige Höhenmeter zu sammeln um nicht komplett unvorbereitet zu sein. Dominic und Matthias fuhren hierzu in die Südsteiermark wo sich Weinreben und Hopfen entlang der südsteirischen Weinstraße befinden und auch einige an Höhenmeter zu absolvieren sind, sowie dann weiter zur Soboth nach Kärnten.

 

Die Strecke des Glocknerman wird uns von Graz nach Spielfeld und von dort Richtung Westen nach Kärnten führen - ebendiesen Abschnitt besichtigen wir im Vorfeld um uns vor allem von der südsteirischen Weinstraße sowie von der Soboth (der Passstraße von der Steiermark nach Kärnten) einen Eindruck zu machen. Da der erste Abschnitt auf einer Bundesstraße absolviert wird, entscheiden wir uns die Besichtigung mit der Weinstraße zu starten und steigen daher mit dem Auto in Spielfeld in die Strecke ein.

 

Bereits nach wenigen Metern zeigt sich ein Stich hinauf auf die hügelige, mit Weinreben gespickte Landschaft, der den Puls mit ziemlicher Sicherheit schon sehr weit hinaufbringen wird. Ab dann geht es eigentlich durchgehend bis Leutschach fast 20 km lang abwechselnd hinauf und hinunter, sogar mit einigen Kehren zwischendrinnen. Die Rampen die dabei zu bewältigen sind, sind zwar zumeist nur kurz, dafür umso steiler. Auch wenn hier sicher schon schnell die Beine anfangen werden zu brennen - landschaftlich ist dieser Abschnitt mehr als spektakulär - stellenweise befinden wir uns außerdem direkt auf der Landesgrenze zu Slowenien, welche durch dementsprechende Markierungspunkte in der Mitte der Straße markiert ist. Sobald man die Landesstraße in Leutschach verlässt und auf die Bundesstraße wechselt, ändert sich auch deutlich das Drumherum, wo die Weinreben den Hopfenfeldern Platz machen und es doch deutlich flacher (aber dennoch hügelig) weiter bis Eibiswald geht.

Streckenprofil Eibiswald - Lavamünd - Eibiswald über die Soboth
Streckenprofil Eibiswald - Lavamünd - Eibiswald über die Soboth

Nun wird es Zeit sich aufs Rad zu setzen, und so bleiben wir am geplanten Wechselpunkt für den Glocknerman in Eibiswald stehen und machen uns abfahrtbereit. Mit der Soboth steht nun eine vor allem bei Motorradfahrern beliebte Passstraße vor uns, die auf den beiden Landesseiten nicht unterschiedlicher sein könnte. Vom Osten her starten wir auf der steirischen Seite, wo es immer wieder mehrere Kilometer bergauf geht, und dann meist wieder einen Kilometer bergab - zum Aufwärmen für uns recht angenehm, da wir bisher doch nicht zu allzu vielen Bergfahrten gekommen sind... Vermeintlich "oben" angekommen fahren wir nun entlang der Staumauer, als es dann doch noch einige 100 hm steil zum eigentlich höchsten Punkt geht.

 

Aber ab dann geht es flott auf der kärntnerischen Seite bergab wo wir uns auch durch einige Kehren hinunter schlängeln und schlussendlich Lavamünd erreichen, wo ebenfalls ein Wechselpunkt in Planung ist. Nach einer kleinen Stärkung geht es nun auf selbem Weg retour um noch eine ordentliche Bergeinheit in den Beinen zu haben. Wie man dem Höhenprofil entnehmen kann sind es recht konstante 10 km mit zweistelligen Prozentsätzen an Steigung die wir nun bewältigen und uns zeigen, dass wir beim Glocknerman etwas mehr auf unsere Wattzahlen achten müssen um nicht leer zu laufen.

 

Für das nächste Wochenende stehen noch leichtere Blocktrainings am Programm um uns an die Wechselintervalle einzustellen, sowie natürlich die Finalisierung unserer organisatorischen Vorbereitungen.

 

 

Dominic

Blocktraining

Mit dem 300er im Frühjahr für die Ausdauer, dem Nachttraining im Waldviertel und der Streckenbesichtigung und gleichzeitigem Bergtraining auf der Soboth haben wir bereits Grundsätzliches zur Vorbereitung auf den Glocknerman hinter uns. Nun wird es noch Zeit den Körper an den geplanten Wechselrhythmus von 2 h zu gewöhnen.

 

Den ersten Block starte ich bereits kurz nach 06:00 Uhr früh allein mit der eigentlich schon klassischen Irenentalrunde. Bereits das frühe Aufstehen ist etwas ungewohnt zu den üblichen Trainingszeiten, aber nicht wirklich ein Problem. Die Strecke führt über das Wiental nach Purkersdorf wo es dann weiter Richtung Westen nach Untertullnerbach geht - ab hier dann einige KM bergauf. Bergab gibt es zwei Kehren und frischen Asphalt, sowie dann wieder die flotte Strecke zurück nach Auhof.


Streckenprofil Blocktraining I - Irenentalrunde
Streckenprofil Blocktraining I - Irenentalrunde

Nach zwei Stunden Pause, die ich für ein Müsli nutze, geht es mit dem zweiten Block weiter den wir zu zweit fahren. Nun geht es in den Süden nach Perchtoldsdorf von wo wir nach Gießhübl fahren - ein für den Wienerwald längerer und zwischendurch auch steiler Anstieg. Über Weißenbach und Sittendorf geht's nach Dornbach wo wir auf eine kleine Landstraße auffahren, die mit steilen Rampen nach Sulz führt. Anschließend geht es über Kaltenleutgeben wieder zurück nach Wien.

Streckenprofil Blocktraining II - Gießhübl - Sulz
Streckenprofil Blocktraining II - Gießhübl - Sulz

Die jetzige Pause wird mit Toasts verbracht und ich spüre bereits, dass es durchaus ein Unterschied ist ob man in einem durchfährt, oder geblockt die Kilometer abspult... Beim Aufsteigen aufs Rad für den letzten Block spürt auch Matthias bereits eine deutlich größere Erschöpfung als bei üblichen Radtouren. Wir fahren die selbe Runde wie beim vorigen Block, und testen nun auch die GoPro um die richtigen Einstellungen für den Glocknerman parat zu haben.

Streckenprofil Blocktraining III - Gießhübl - Sulz
Streckenprofil Blocktraining III - Gießhübl - Sulz

Die restlichen Tage bis zum Start verbringen wir mit den letzten Details der Vorbereitung und Schonung. Körperlich haben wir das notwendigste an Vorbereitung abgeschlossen - für mehr ist leider keine Zeit... Einen groben Plan, wer welche Abschnitte absolvieren wird haben wir bereits fertig und dementsprechend auch schon die persönlichen Routen ausgearbeitet um sowohl für uns als auch für das Team die Unterlagen aufbereiten zu können. Da das Ganze für uns eine Premiere ist und wir es noch nicht wirklich abschätzen können ob/wie wir mit der Gesamtbelastung zurecht kommen werden, stecken wir unser Ziel etwas vorsichtig bei ca. 22 h Bruttofahrzeit für die 450 km und 7.500 hm von Graz zur Edelweißspitze.

 

 

Dominic

Glocknerman 2017 - Das Rennen

450 km / 7.500 hm / 18,5 h

von Graz zur Edelweißspitze am Großglockner

 

Was sich einigermaßen leicht liest war für Dominic und Matthias sowie dem Betreuerstab um Karina und Philipp, unter der Führung von Robert, das erste Highlight in dieser Saison. Wir hatten 30 h Zeit um mit dem Fahrrad von Graz über die Soboth und den Kartischen Sattel die Edelweißspitze am Großglockner zu erreichen - egal wie die Wetterbedingungen sein würden. Dabei konnten wir selbst bestimmen wann und wie oft wir uns abwechseln, bzw. welche Abschnitte wir zu zweit bestreiten werden. Schlussendlich brauchten wir lediglich 18:33 h ehe wir als erstes Team des Sprint-Bewerbs das Ziel erreichten.

 

Hier ist nun der komplette Bericht zu unserem erfolgreichen Abenteuer "Glocknerman 2017".

 

Die Idee zur Teilnahme kam hierbei von Matthias, der sich zuerst allein dieser Challenge stellen wollte. Aufgrund der fehlenden Vorbereitungszeit und vor allem der fehlenden Teamerfahrung für so ein Vorhaben, haben wir uns entschlossen die "kurze" Distanz über 450 km zu zweit in Angriff zu nehmen um einmal in diesen Bereich des Radsports hineinschnuppern zu können.

 

Die Wochen und Monate vor dem Event stehen ganz im Zeichen der Vorbereitung, damit möglichst alles bereits im Voraus geklärt ist und wir keine spontanen Änderungen vornehmen müssen. Bereits im März fassen wir den Entschluss zur Teilnahme und können in diesem Zug mit Karina, Philipp und Robert auch das Betreuerteam und somit das Kernstück des Vorhabens fixieren. Die ersten Checklisten sind auch schon vorbereitet und einige Infos bei ehemaligen Betreuern von anderen Ultraevents sind auch schon eingeholt um uns den Umfang des Ganzen auch etwas näher zu verdeutlichen. Auch wenn es noch lange bis dahin ist, wird uns schon langsam das Ausmaß bekannt - vor allem im Hinblick auf die Organisation...

Übersicht

Technische Abnahme und Vorbereitung

Am 14.06.2017 ist es nach vier Monaten Planung nun so weit - es geht nach Graz zum Glocknerman! Bereits in der Früh sammeln unsere Betreuer uns und unsere Fahrräder ein und es wird schnell deutlich, dass es platzmäßig durchaus interessant werden wird. Durch kleine Produktionsschwieirigkeiten können wir leider keiner zusätzlichen Laufräder direkt am Dachträger montieren, jedoch können wir das Problem durch zusätzliche Manschetten und der Anbringung der Laufräder an die Radrahmen schnell lösen. Somit fahren wir mit fünf Kompletträdern, einigen Ersatzgarnituren, Unmengen Ersatzmaterial, zwei Kleidungsboxen, mehreren Rucksäcken und natürlich drei Betreuern und uns zwei im Pacecar gegen 08:00 Uhr aus Wien weg.

 

Kurz vor 11:00 Uhr kommen wir dann beim Hotel NovaPark im Norden von Graz an - dem Ort für die technische Abnahme und alle offiziellen Abläufe rund ums Event. Außerdem werden wir und Philipp hier übernachten um zusätzliche Wegzeiten zu vermeiden. Nach Erhalt der Startunterlagen starten wir mit dem Bekleben des Pacecars. Neben den offiziellen Glocknerman-Aufklebern haben wir noch kurzerhand Sticker für unseren Verein organisiert, sowie von unserem Partner pb-shop.at zusammen mit Sportnahrung ebenso Sticker erhalten. Während sich die Betreuer um das Auto kümmern, statten wir unsere Fahrräder mit den Startnummern und der für die Nacht notwendige Sicherheitsbeleuchtung aus um für die technische Abnahme gewappnet zu sein. Diese ist innerhalb weniger Minuten bestanden und so machen wir uns auf zur Wattchallenge. Ziel ist innerhalb einer Minute so nahe als mögliche einen Schnitte von 200 W zu treten, um entsprechend des Ergebnisses dann die Startreihenfolge zu erhalten.

Den Nachmittag nutzen wir für den Einkauf um während des Rennens keinen Hungerast zu erleiden. Etwas unsicher was wohl am besten geeignet ist - Erfahrung haben wir ja bereits vor drei Jahren bei der Österreichdurchquerung, bzw. bei unserem 300er sammeln können - heften wir uns zu Anfang an Pierre Bischoff, der in der Ultra-Distanz natürlich den Sieg im Auge hat. Doch nach den ersten Artikeln im Einkaufswagen konzentrieren wir uns doch lieber darauf was uns bisher immer gut getan hat. Wir füllen unseren Wagen beinahe randvoll mit Toastbrot, Schinken, Teigwaren, Sugo, Mus, Joghurt, Müsli,... Gefühlt machen wir gerade einen Wocheneinkauf für eine Kleinfamilie. Bereits vorab haben unsere Betreuer an die 60 Liter Wasser und eine Palette Cola organisiert.

 

Als letzter offizieller Tagespunkt steht noch das Briefing an, bei dem wir alle Infos zum CityRadeln erhalten. Dies ist vergleichbar mit dem FrighdayNitghRide in Wien - eine von der Stadt freigegebene Route wird für Radfahrer reserviert und dient als kleine Fahrervorstellung. Da Matthias den ersten Abschnitt absolvieren wird, wird er auch das CityRadeln mitmachen und damit vom Hotel zum Schloßbergplatz und weiter zum Start beim CenterWest radeln.  Wir bekommen außerdem nochmal die Durchführungsbestimmungen näher erläutert, und einen grob erwarteten Zeitplan wann die ersten Teilnehmer zur Großglockner Hochalpenstraße erwartet werden. Nach dem Abendessen kochen wir noch Nudeln vor um genug Kohlenhydrate für das Rennen parat zu haben und diese dann nur noch mit Sugo mischen zu müssen, was innerhalb des Autos auch kein Problem ist.

01 / Graz - Spielfeld

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:

Ein erster Blick aufs Handy hat uns am Morgen bereits positiv gestimmt - wir starten als erste auf die Sprint-Strecke und haben somit freie Fahrt. Da der erste Abschnitt von Graz nach Spielfeld nur kleine Steigungen aufweist beschließt Matthias das Zeitfahrrad zu nehmen. Vom Start weg geht es bereits flott los und nach wenigen KM kommt Matthias zur Kreuzung wo sich Ultra-/Classic- und Sprint-Strecke voneinander trennen.

 

Es geht von nun an die B67 gerade aus nach Süden bis Spielfeld. Bei der Abschnittshälfte fährt das Pacecar mit Dominic voraus nach Spielfeld um sich auf den ersten Wechsel vorzubereiten, doch bei KM36 wartet eine kleine Überraschung - ein Baustellenschild mit der Anweisung eine Umleitung von ca. 3km zu nehmen. Nach einem kleinen Telefonat mit der Rennleitung folgen wir den Umleitungsschildern - Matthias und das Pacecar dabei immer in Sichtweite damit die richtige Route gefahren wird. Als wir dann wieder auf die B67 stoßen macht sich im Pacecar Frust breit - auf einmal sind unzählige Teams vor uns, die die Umleitungsanweisung ignoriert haben. Wir kommen nun am Ende des "Feldes" nach Spielfeld und statt der geplanten halben Stunde bleibt für Dominic eine halbe Minute als Vorbereitung bis Matthias zum Wechsel da ist. Kein Auftakt nach Maß für Dominic, der vor der Abfahrt vom Hotel am Vormittag auch noch mit einigen anderen Fahrern im Lift feststeckte...

02 / Spielfeld - Eibiswald

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:

Bei gefühlten 35°C geht der Wechsel in Spielfeld also sehr schnell von statten - die geplante GoPro-Montage entfällt daher leider. Dominic weiß, dass der Vorsprung vom Start eindeutig dahin ist und wir nun im Vergleich zu den Anderen auch einen Umweg von 3 km gefahren sind. Aufgrund dessen werden die gesetzten Wattziele für den Einstieg in die südsteirische Weinstraße hinten angestellt und eine kleine Aufholjagd gestartet. Bei diesem Abschnitt gibt es mehrere kurze, jedoch steile Rampen und eben solche Abfahrten - also durchaus die Möglichkeit Zeit gut zumachen. Trotz der Hitze, die sogar dem Garmin für kurze Zeit zu viel ist, gelingt es ihm bereits nach einigen Kilometern mehrere Fahrer einzuholen und die Weinstraße wieder deutlichem Vorsprung zu verlassen.

KM47 - Der erste Wechsel ist vollzogen! Dominic kämpft sich bereits über die steirische Weinstraße.
KM47 - Der erste Wechsel ist vollzogen! Dominic kämpft sich bereits über die steirische Weinstraße.

Bevor es auf die Bundesstraße geht, sind bereits einige andere Fahrer entlang der Strecke zu sehen, die auf ihre Zeitfahrräder wechseln. Unser nächster Wechsel ist allerdings erst in Eibiswald geplant, wo wir ja vor zwei Wochen bereits die Strecke nach Lavamünd besichtigt haben. Dominic fährt weiter mit sehr hohem Schnitt und wir sind wieder im persönlichen Zeitplan - bzw. bereits deutlich davor. Im Online-Tracking beobachten die Betreuer dass wir gleichschnell wie das zweite Team die Meldestelle Spielfeld passiert haben, trotz unseres Umweges durch die Umleitung.

03 / Eibiswald - Lavamünd

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:

Matthias steigt nun in Eibiswald auf sein Rennrad und macht sich Richtung Sobothpass auf. Aus dem Pacecar heraus bemerkt Dominic bereits, dass er etwas flotter als bei der Besichtigung unterwegs ist - mal schauen wie groß unser Vorsprung bei der nächsten Meldestelle am höchsten Punkt der Soboth sein wird. Während Matthias sich wieder mehrmals einige KM bergauf, und dann wenige KM bergab begibt, nutzt Dominic die Zeit im Pacecar um unseren Livefeed mit Fotos und Videos zu füllen. Die erste Flaschenübergabe kann somit live auf Facebook mitverfolgt werden. (Bereits bei der Startnummernabholung erhielten wir ein großes Lob für unsere Onlineaktivitäten)

Nicht nur Matthias, auch das Pacecar macht sich nun im Eiltempo hinunter nach Lavamünd. Da wir jedoch die ursprünglich geplante Vorfahrt des Pacecars widerrufen haben, um einen möglichen Defekt auf der Soboth rasch betreuen zu können, ist es für Dominic abermals ein sehr schneller Wechsel aufs Fahrrad - also erneut keine Möglichkeit zur GoPro-Montage.

04 / Lavamünd - Ferlach

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:

Für Dominic geht es jetzt an den Abschnitt mit den meisten KM und Höhenmetern - von Lavamünd nach Ferlach. Nach wie vor hat es beinahe 30°C und wir sind froh, dass zumindest der Wind zu unseren Gunsten ausfällt, bzw. wir bald aus der Ebene heraußen sind und in stärker bewaldetes und kühles Gebiet kommen. Inzwischen isst Matthias im Pacecar die erste Pasta - das Nudelkochen am Vorabend hat sich ausgezahlt. Bei der Abschnittshälfte passiert dann der erste kleine technische Defekt, als Dominic eine Kontaktlinse verliert, aber er beschließt weiterzufahren und erst beim Fahrerwechsel eine neue Kontaktlinse einzusetzen.

 

Schon langsam nähern wir uns dem Schaidasattel. Am Höhenprofil schaut dieser Anstieg ziemlich unangenehm aus, da er stetig steiler wird, und leider bewahrheitet sich diese Einschätzung. Noch dazu ist die Straße sehr schmal und in einem sehr schlechten Straßenzustand. Wir beschließen daher, dass das Pacecar in Sichtweite bleibt, da ein mögliches Umdrehen auf diesem Abschnitt durchaus problematisch werden könnte, falls ein Defekt oder Sonstiges einen Betreuereinsatz erfordert. Dominic kann bergauf wieder einige Fahrer einholen und freut sich sichtlich als der höchste Punkt und somit die nächste Meldestelle erreicht werden kann - wir haben nun einen Vorsprung von ca. 1,5h herausgefahren! Nun geht es noch bergab und nach einigen Schwellen zum nächsten Wechselpunkt in Ferlach - wo es dann auch für Dominic Zeit für eine Pasta wird.

05 / Ferlach - Feistritz an der Gail

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:
Fliegender Wechsel in Ferlach.
Fliegender Wechsel in Ferlach.

Nun geht es für Matthias in dessen längsten Abschnitt von Ferlach nach Feistritz an der Gail. Die Hälfte der Strecke haben wir beinahe absolviert und wir liegen noch immer deutlich unter der geplanten Zeit. Entsprechend des Streckenprofils gehen wir davon aus dass wir jetzt eventuell ein bisschen an Zeit verlieren werden, da womöglich andere Teams auf Zeitfahrräder wechseln - wir entscheiden uns jedoch weiter auf dem Rennrad zu bleiben. Für Matthias geht es gerade südlich der Kärntner Seen und Villach ins Gailtal. Es geht ziemlich schwellig voran und vor allem die kleinen Hügeln zwischendurch brechen etwas den Rhytmus.

 

Da Matthias die Strecke nicht auf seinem Garmin hat ist er auf die Anweisungen aus dem Pacecar angewiesen was uns beim geplanten Wechselort einen kleinen Navigationsfehler beschert, aber nach wenigen hundert Metern sind wir bereits wieder auf Kurs und der Wechsel wird abermals etwas verlegt und ohne Vorlaufzeit für Dominic absolviert.

06 / Feistritz an der Gail - St. Jakob im Lesachtal

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:

Dominic legt nun die Reflektorenweste an und montiert die Beleuchtung auf seinem Fahrrad, denn wir sind bereits in der Dämmerung. Am jetzigen Abschnitt wird zuerst die Talseite gewechselt und es geht vom Süd- ans Nordufer der Gail, wo direkt danach ein ziemlich unangenehmer Anstieg nach St. Stefan an der Gail zu absolvieren ist... Ab hier geht es dann trotz einsetzender Dunkelheit sehr flott im Lichtkegel des Pacecars auf der Bundesstraße nach Hermagor. Durch einige Kindheitsurlaube kennt Dominic diesen Streckenabschnitt sehr gut, was die Nachtfahrt erleichtert - ebenso die Anweisungen seines Garmin.

Es wird Zeit für die Nachtausrüstung - Reflektorenweste und Radbeleuchtung.
Es wird Zeit für die Nachtausrüstung - Reflektorenweste und Radbeleuchtung.

Ab Hermagor ist es nun endgültig finster und schon langsam ist eine Müdigkeit bemerkbar. Am Ende des Gailtals in Kötschach ist bereits das im Vorfeld gefürchtete Jesachtal angeschrieben, wo wir den nächsten Wechsel vornehmen werden. Für Dominic sind nun einige Kilometer bis nach St. Jakob als Abschnittsfinale zu fahren. Ähnlich dem Schaidasattel wird die Straße immer schmaler und schlechter, und auch die Steigungen werden mehr - so sehr wie jetzt hat er sich bisher noch keinen Wechsel herbeigesehnt.

07 / St. Jakob im Lesachtal - Tassenbach

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:

Pünktlich zum Wechsel tritt nun leichter Regen ein, während in Sicht- und Hörweite um uns herum starke Gewitter niedergehen. Im nachhinein erfahren wir, dass einige andere Teilnehmer zu Unwetterpausen gezwungen waren (zum Glück liegen wir deutlich vor unserem Zeitplan). Matthias bewältigt im Regen das die vielen Hügeln die im Lesachtal zu fahren sind und hat mit dem Kartitschen Sattel einen nicht sehr steilen, aber dafür ziemlich langen Anstieg zum Abschluss dieses Abschnitts zu absolvieren. Aufgrund des Gewitters gibt es nun bei einigen Teilnehmern auch Probleme mit dem Tracking und wir können zum jetzigen Zeitpunkt nicht wirklich abschätzen wie wir im Vergleich zu den anderen in der Zeit liegen - gefühlsmäßig jedoch noch immer deutlich schneller als geplant!

08 / Tassenbach - Winklern

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:

Dominic steigt in Tassenbach wieder aufs Rad - nun ist es doch deutlich kühler als bei seinen vorigen Fahrten, und so kommt nun das lange Gewand zum Einsatz. Der Regen hat zum Glück in der letzten halben Stunde auf gehört, und so geht es zumindest zu anfangs auf trockener Straße los in Richtung Lienz, wo dann mit dem Iselsberg der nächste Anstieg wartet.

Vorbereitung zum Wechsel in Tassenbach/Strassen - Osttirol ist somit erreicht.
Vorbereitung zum Wechsel in Tassenbach/Strassen - Osttirol ist somit erreicht.

Nach wenigen Kilometern ist die Straße jedoch nass, und es bildet sich bodennaher, ca. 1-2 m hoher Nebel. Die ersten Minuten sind hierbei etwas seltsam zu befahren - sowohl am Fahrrad, wie auch im Pacecar - aber durchaus spektakulär anzusehen. In Lienz gibt es dann zum ersten Mal gezwungene Pausen, da hier einige Ampeln zu befahren sind bevor mit dem Iselsberg noch die letzte Hürde zum endgültigen Anstieg bevorsteht. Endlich sind auch wieder andere Teilnehmer zu sehen - die Teilnehmer der Ultra- und Classicbewerbe müssen Winklern mehrmals anfahren und bei der dortigen Meldestelle sind bereits einige Fahrer und Teams eingetragen. Richtung Großglockner sind wir allerdings die ersten, jedoch ist das Ultra-Team um Leo Hillinger bereits dicht hinter uns.

09 / Winklern - Heiligenblut

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:

Matthias steigt nun das letzte geplante Mal allein auf das Fahrrad um zur Mautstelle Heiligenblut zu fahren. Mit ca. 8°C und aufgrund der Dunkelheit haben wir nun den gefühlten kältesten Punkt erreicht - hoffentlich werden wir am Großglockner noch ein paar Sonnenstrahlen genießen können. Dominic nutzt die Zeit noch zur Klärung mit der Rennleitung, dass wir schneller als im Briefing erwähnt die Hochalpenstraße befahren werden, bzw. um unsere Meldungen bekanntzugeben da das Tracking leider noch nicht wieder am Laufen ist. Schon langsam macht sich die Morgendämmerung sichtbar und Matthias ist bereits in Heiligenblut und hat nun noch 4km bis zur Mautstelle wo Dominic dann ein letztes Mal aufs Rad steigt und hoffentlich in einem Durch bis zu Edelweißspitze fährt.

Da wir bei der Mautstelle noch rote Lichter vorfinden gehen wir den Wechsel etwas gemütlicher an und Matthias setzt sich sofort für einen Powernap ins Pacecar, damit er den letzten Anstieg zusammen mit Dominic bewältigen kann.

10 / Großglockner Hochalpenstraße - Edelweißspitze

Die STRAVA-Aufzeichnung, sowie ein interaktives 3D-Video mit detaillierten Statistiken:

Während Dominic langsam zur Mautstelle hinrollt zeigt sich bereits das Personal und wünscht noch viel Erfolg für die folgenden 20 km ins Ziel. Bei einem Blick hinunter sieht man bereits die Scheinwerfer unserer Verfolger. Das Hillinger Racing Team, das zu viert die Ultra-Strecke bewältigt, ist uns auf den Fersen... Matthias braucht nicht lange um im Auto einzuschlafen, während sich Dominic den Großglockner hinauf quält. Er findet jedoch einen Rhytmus und zieht diesen durch. Bei den Blicken im Rückspiegel bzw. nach den Kehren bergab rückt Benjamin Karl immer näher und überholt Dominic dann ca. bei der Hälfte der Hochalpenstraße. Beim Blick hinauf ist bereits das Hochtor als erste Zwischenetappe zu erkennen - von hier an ist es dann nur noch ein "kleiner" Schwupfer zum Fuschertörl bevor mit der ca. 2km langen Pflasterstraße das Finale bevorsteht.

 

Die letzten Meter zum Hochtor lässt sich Robert nicht entgehen und läuft diese mit Dominic mit. Für die kleine Abfahrt zur Fuscherlacke zieht er sich noch schnell eine Jacke an und dann heißt es erst mal ausruhen für einige Minuten. Das Pacecar fährt währenddessen zum Fuschertörl vor, wo sich Matthias bereithält um dann zusammen mit Dominic die letzen Kilometer ins Ziel zu fahren. Mit der Edelweißspitze wird der höchste Punkt der Maustraße erreicht und die Meter bis dahin verlangen den Zweien echt alles ab. Es wird eher gegen das Umkippen getreten als um Voranzukommen, und das ungleichmäßige, mit einigen Hohlstellen gespickte Pflaster ist keine Erleichterung hierfür - jedoch bei Sicht auf das Ziel dann doch ein ganz besonderes Gefühl.

Die Zieleinfahrt zum Sieg von Dominic und Matthias zur Edelweißspitze nach 18,5h Fahrt. (Video: Glocknerman)

Und dann ist es vollbracht - um 06:33 Uhr erreichen wir nach ca. 18,5h Fahrt das Ziel auf der Edelweißspitze - endlich!

 

Wir werden bereits von Jacob Zurl erwartet und ebenso werden Fotos und Videos unserer Zieleinfahrt gemacht (bis dahin waren wir dem Anschein nach vor dem Mediateam unterwegs). Für Dominic und Matthias gibt es gleich die Trophäen und Siegerfotos, sowie ein Interview - für das Betreuerteam die Erlösung, dass es geschafft ist. Die ursprünglich angenommene Zielzeit von 20-22h wurde deutlich unterboten, und das nächste Team kommt erst ca. 3h später an. Ein voller Erfolg, ohne Reparaturen, Verletzungen oder sonstigen Zwischenfällen und als Belohnung scheint dann auch noch für kurze Zeit die Sonne auf der Edelweißspitze. 

Danke an Karina, Philipp und Robert für die Unterstützung beim Rennen!

Außerdem Danke an pb-shop.at für die Sportnahrung und natürlich auch danke an das Organisationsteam für dieses Event!

Wir hoffen nächstes Jahr wieder teilzunehmen und unseren Sieg verteidigen zu können.

 

 

Dominic & Matthias

Interviews und Statistiken

Die Highlights inkl. einem kurzen Siegerinterview mit Dominic und Matthias. (Video: Glocknerman)

Für mich wars das erste Mal, dass ich sowas machen durfte - somit bin ich im Auto gsessen, ohne zu wissen was mich erwartet.
Es war überwältigend!!! Ärger über die Abkürzer, Bedenken wegen des aufziehenden Gewitters in der Nacht. Dann nur mehr Freude, Freude, Freude, weils immer klarer worden is, dass Ihr als Sieger ins Ziel kommts! Echt Hammer!! Hochachtung vor eurer Leistung!!!

 - Karina Hudec -

+++ Interview folgt +++

- Philipp Weber -

Der erste Aufreger war die Umleitung,  dann der Ärger über die, die sie ignoriert haben und ab dann nur mehr Adrenalin pur. Die Burschen, wenn sie im Auto waren, immer zum Essen und Trinken animiert zu haben - obwohl ich ihnen sicher damit auf den Nerv' gegangen bin. Hinter Lienz hundertmal den Dieselverbrauch durchgerechnet hab', ob sich das bis zum Ziel eh ausgeht. Und auf der Glocknerstraße nach der Abbiegung zum Hochtor, zur Karina mit Tränen der Freude in den Augen gesagt habe "jetzt quinnen uns de den Schaas" und auf der Edelweißspitze unheimlich stolz auf die Beiden war.

 - Robert Weber -


Foto: Glocknerman
Foto: Glocknerman